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Zum Ende der Saison
Bötzower Distanzritt im Oktober
Betrachtet man die Fotos des CEN-Rittes in Bötzow, lässt sich ein klarer Spätsommertag vermuten - mit Sonne satt, kaum Laubfärbung an den Bäumen. Dass es sich hier um einen 8. Oktober handelte und den Abschluss der Berlin-Brandenburger Distanz-Saison, erscheint merkwürdig. Vor Ort jedoch ließ ein Eiswind von Osten den nahenden Winter ahnen. Dieses Wetter wurde dann auch manch einem Pferd zum Verhängnis, das mit muskulären Lahmheiten ausschied – zuweilen selbst gemacht, da mancher Reiter doch der Fehleinschätzung erlag, dass Kühlen anstelle von Wärmen der Pferde angesagt wäre.
Noch einmal gut besucht war dieses letzte Event des Jahres, perfekt organisiert auf dem Eichenhof in Perwenitz durch Familie Borowicz, die im Frühjahr hier bereits erfolgreich eine internationale Veranstaltung ausgerichtet hatte. Mit sieben Startern – sechs in der Wertung – war das Feld des 83-Kilmeter-Rittes gut bestückt. Ein regionales Erfolgs-Trio, in dieser Saison schon mehrfach jeder für sich auf dem Siegertreppchen, holte die Goldschleifen. Nach 05:17:00 Stunden reiner Reitzeit (15,7 km/h) ritten die Meister von 2010 Jenny Stemmler und Morgan, die Meister von 2009 Roland Kälberlach und Kabardiner Parit sowie Maya Schröder mit Karino durchs Ziel. Die fünfzehnjährige Mecklenburgerin empfahl sich und ihren Partbred-Araber damit noch einmal nachdrücklich für größere Aufgaben in der kommenden Saison. Der sechzehnjährige Vollblutaraber Morgan von Jenny Stemmler erhielt den Konditionspreis zuerkannt.
Mit Peggy Franke auf A Joke und Gunther Vick auf Magic Fox siegten zwei Gäste aus Sachsen im 68-Kilometer-Ritt. Auch das kam nicht überraschend, denn das Paar war auf den beiden selbst gezogenen Englischen Vollblütern in dieser Saison schon mehrfach erfolgreich auf kurzen und mittleren Strecken unterwegs gewesen. Mit 16,6 km/h (04:06:00 h) waren die Sieger in flottem Speed sieben Minuten vor den beiden Zweitplatzierten Sybill Matzdorf mit CD Zenith und Stella Herlt mit Asdiqua bint el Asaran ins Ziel gekommen.
Extrem schnelle Reitzeiten gab es über die kurze Distanz von 43 Kilometern. Mit fast 20 km/h siegte hier in 02:10:00 Daniela Röhl mit ihrem zehnjährigen Ponywallach Nurief vor Alexandra Hanssen mit Haara (02:17:00 h) und Friederike Schwarz mit Mona Lisa (02:26:00 h).
Ganze 37 Starter waren im Einführungsritt über 28 Kilometer zu verzeichnen, 30 konnten sich in der Wertung qualifizieren, „Strafpunkte“ gab es für jede Minute über oder unter der Idealzeit von 12 km/h. Jedoch „angekommen ist gewonnen“ sollte es in dieser Prüfung lauten, denn nur zu rasch entscheidet ein falsch gemessener oder berechneter Pulswert über „Sieg“ und „Niederlage“, sodass ich hier bewusst auf die Erwähnung von Siegern und Platzierten verzichten möchte.
Miriam Lewin
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